Sensible Daten einfach so von A nach B transferieren und verarbeiten? Keine gute Idee. Die Forschung und auch Unternehmen sind aber auf einen breiten Zugang zu den unterschiedlichsten Daten angewiesen. Hier helfen Datentreuhänder.
Als neutrale Vermittler ermöglichen sie einen technisch, rechtlich und organisatorisch einwandfreien Datenzugang und sorgen für einen fairen Interessenausgleich zwischen Datengebenden und Datennutzenden.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert seit dem Jahr 2021 die Entwicklung, Etablierung und Skalierung von solchen Datentreuhandmodellen. Ziel ist es, im Forschungs- und Innovationssystem eine Datenkultur zu etablieren, in der Daten auch jenseits der Grenzen einzelner Organisationen oder Sektoren nutzbar sind.
Kompetenznetzwerk Datentreuhandmodelle
Ein zentraler Baustein ist das seit Sommer 2024 mit 2 Millionen Euro geförderte Kompetenznetzwerk „Datentreuhandmodelle“ (kurz: DaTNet). Im Sinne eines Katalysators soll DaTNet die in den einzelnen Projekten gemachten Erfahrungen analysieren, bündeln und in die Breite tragen. So unterstützt das Netzwerk das Gelingen der einzelnen Projekte, die Vernetzung untereinander und den Transfer der erzielten Ergebnisse in die nachhaltige praktische Nutzung.
Vernetzungskonferenz war erst der Anfang
Ein Highlight des Jahres 2024 war die von unserem Team in Kooperation mit dem Kompetenznetzwerk organisierte Vernetzungskonferenz mit mehr als 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem Kreis der geförderten Vorhaben, der wissenschaftlichen und wissenschaftlichen Praxis aber auch der Verwaltung und Zivilgesellschaft. Doch das war nur der Anfang: Bis 2026 wird DaTNet sein Informationsangebot stetig ausbauen, leicht nutzbare Praxisleitfäden umsetzen und eine Landkarte bereits funktionierender Datentreuhandmodelle bereitstellen.
Unser interdisziplinäres Team unterstützt
Wir als VDI/VDE IT unterstützen das BMBF im Rahmen der Projektträgerschaft „Digitaler Wandel in Bildung, Wissenschaft und Forschung“ aktiv in diesem Prozess. Wir analysieren aktuelle daten- und innovationspolitische Diskurse, beraten bei der Konzeption der einzelnen Förderinstrumente und stellen einen reibungslosen Ablauf der Förderung sicher. Angesichts der vielschichtigen technischen, rechtlichen und organisatorischen Fragestellungen setzen wir hier auf ein interdisziplinäres Team.
Das gilt auch für die Themenbereiche „Open Access“, „Grundsatzfragen der Digitalisierung“, „MINT-Bildung“, „Weizenbaum-Institut“ und „Digitaler Wandel in der Wissenschaft“, die als Bestandteile der Digitalen Agenda der Bundesregierung in der Verantwortung des BMBF liegen und die wir ebenfalls im Rahmen der Projektträgerschaft begleiten.